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Landespressekonferenz: Einordnung der U-16-Wahlen

Zusammen mit dem Landesjugendring M-V sowie den Landesarbeitsgemeinschaften Jugendarbeit, Mädchen*arbeit und Streetwork haben wir die Ergebnisse der U-16-Wahlen eingeordnet.

Die Ergebnisse der U16-Wahl senden uns ein klares Signal:
Junge Menschen brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit und soziale Unterstützung. Sie wollen ernst genommen werden und sie benötigen Perspektiven für ihre Zukunft.

Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche politische Vorstellungen und vor allem eins: junge Menschen wollen mitreden und mitgestalten. Und gerade deshalb müssen wir ihnen Räume geben, in denen sie ihre Positionen entwickeln, diskutieren und demokratisch vertreten können.
Ein wichtiger Ort dafür ist die Schule.

Schulsozialarbeit leistet hier einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit. Denn Herkunft  darf nicht über Zukunft entscheiden. Jede:r muss eine faire Chance auf Bildung und persönliche Entwicklung erhalten.
Schulsozialarbeit ist auch ein wichtiger Bestandteil einer modernen Bildungs- und Jugendpolitik. Denn Bildungserfolg hängt nicht allein davon ab, was im Unterricht vermittelt wird. Er hängt auch davon ab, ob junge Menschen Unterstützung bekommen, ob sie sich zugehörig fühlen und ob sie faire Chancen auf Teilhabe haben.

Wir nehmen einen eindeutigen Trend wahr:
Rechtsextremes Gedankengut wird im schulischen Alltag sichtbar und offen geäußert, zunehmend auch in Grundschulen.
Umso wichtiger ist es, jungen Menschen demokratische Erfahrungen im Alltag zu ermöglichen. Eine frühe demokratische Bildung und Prävention wird immer wichtiger.

In der Schule geben wir jungen Menschen eine Stimme. Wir schaffen Räume, in denen sie ihre Meinung äußern, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und gemeinsam Lösungen entwickeln können. Wenn junge Menschen erleben, dass ihr Engagement etwas bewirkt, dann kann Demokratie erfahren und eingeübt werden. 

Demokratie muss also erlebt werden – und zwar jeden Tag.
Wir müssen Jugendliche ernst nehmen, ihnen Beteiligung und Mitbestimmung ermöglichen und die Orte stärken, an denen sie Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit erfahren.
Dafür braucht es verlässliche Strukturen und eine dauerhafte Finanzierung in der Kinder- und Jugendarbeit. Für die Schulen. Für Begegnungsorte der Jugendsozialarbeit. Für die Fachkräfte. Und vor allem für die Kinder und Jugendlichen.


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